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Interview mit THE PLEASURES (23.05.09, Hamburg)

The Pleasures & der Sprechball

 

Am 23.05.2009 luden The Pleasures alle Glam Rock- und Glitter-Liebhaber in den Ballroom in Hamburg ein, um mit ihnen ihre 100. Show zu feiern. Wir haben die Gelegenheit sogleich ergriffen, um ihnen nach ihrem grandiosen Auftritt ein paar Details aus ihrer bunten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu entlocken.

Ihr fragt euch, seit wann Disco den Drang zu glitzern verspürt und warum Lord seinem Bandkollegen die Nase "broch"? Das und noch vieles mehr haben sie unserem Sprechball anvertraut…

Rock Pleasure: Für den Teil unserer Leser, der euch noch nicht kennt – Stellt euch doch mal kurz vor, erzählt etwas über euch und eure Position in der Band…

Lord: Hallo, ich bin Nick Carter, und wir sind die Backstreet Boys.

Sensai: Ich bin Aaron!

Disco: Justin Timberlake von ’N Sync!

Neo: Ich bin Robbie Williams.

Lord: …und wir sind alle riesengroße Pleasures-Fans! Die bestehen aus: Danci, der singt…Lord und Neo spielen Gitarre und singen auch…und Sensai spielt Bass und singt…und Disco, der spielt Schlagzeug und singt auch demnächst.

Disco: …und macht Blödsinn!

Neo: …und Porn! Alle Porn!

Lord: …und wir alle machen Porno. So.

Sensai: Richtig.

Disco: …und wir machen Musik.

(alle lachen) (die Tür geht auf, Dancette kommt herein, mit einem Cocktail in der Hand)

Lord: Und da kommt auch der betrunkene Sänger!

Dancette: Noch nicht. Denn das (zeigt auf sein Glas) macht noch lange nicht betrunken.

Lord: OK, setz dich bitte hin.

Dancette: (nimmt zwischen Neo und Sensai Platz) Ich gehe mal zwischen euch.

Sensai: Nee, mach mal nicht, ich brauche hier meine Ruhe.

Lord: Wenn einer redet, nimmt er dieses Ding (zeigt auf das Aufnahmegerät, das bis zu diesem Zeitpunkt noch so bezeichnet worden ist) – das ist der Sprechball.

Dancette: OK…

Lord: Der Rest ist ruhig.

Dancette: Habt ihr schon angefangen?

Lord: Nein.

RP: Nö. OK, wir hatten 1 Frage, aber es geht jetzt erst richtig los…ohne dich läuft das Interview ja nicht… (Danci freut sich)

Lord: Ich gebe den Sprechball ab an Neo.

RP: Jetzt erst mal herzlichen Glückwunsch zu eurer 100. Show! Wie fühlt ihr euch nun und was hat sich von damals bis heute verändert?

Neo: Ich gebe weiter, da ich noch nicht seit immer in dieser Band bin, an irgendwen, der schon immer in dieser Band war. Wer war schon immer in diese Band? (guckt fragend in die Runde)

RP: Hat sich denn nichts verändert, seitdem du da bist? (alle lachen)

Neo: Äh…doch. Die…es waren immer mehr euphorische Leute auf den Konzerten, immer mehr Leute, die uns kennen und die auch für UNS kommen, weil wir halt auf jedem Konzert ja quasi neue Leute gewinnen. Und wir sind musikalisch besser geworden und zusammengewachsen und…

Sensai: Ich wollte gerade sagen: Wir sind zusammengewachsen - besser geworden sind wir nicht!

Neo: Das ist das, was DU denkst, Sprechball-Nichthalter! Aber ich gebe weiter…

Disco: Wieso eigentlich „Ball“???

Lord: Das haben wir in der Schule gelernt.

Disco: Bei uns war das der SprechSTAB.

Sensai: Das ist jetzt egal, weil ich habe gesagt, was ich sagen wollte.

Dancette: (nimmt den Sprechball) Hallo…es hat sich an der Einstellung in dieser Band zum Glück nichts verändert seit der Gründung. Es haben sich die Mitglieder ein wenig verändert seit der Gründung. Aber zum Glück waren sie damals schon sehr gut, und jetzt sind sie noch besser geworden! Es ist so wie mit alten Liebschaften: auf der einen Seite ist die neue natürlich irgendwie ein bisschen mehr sexy, manchmal vermisst man aber vielleicht doch schon die alte – aber im Grunde ist alles sehr gut geworden.

Neo: WAAAAAS???

Disco: Ey Schätzchen, wie soll ich denn das jetzt bitte interpretieren, ja???

Dancette: Sprechball…(reicht Disco den selbigen)

Disco: Ja ähm…

Lord: Kann das Interview bitte den Titel „Sprechball“ bekommen?

RP: Ja natürlich, gerne…welchen auch sonst??!!

Disco: Nächste Frage..?

Neo: (erklärt ihm erst mal wie er den Sprechball zu benutzen hat) Das Mikro ist da…da wo „MIC“ steht…

Disco: Ja – ich seh’s! HALLO! (er spricht zum Beweis direkt ins Mikro des Sprechballs)

Lord: (vorwurfsvoll) Das ist ein SPRECHBALL!!!

RP: Habt ihr spezielle Erinnerungen an besonders peinliche oder witzige Erlebnisse?

Sensai: Peinlich ist uns nichts.

Disco: Peinliche Erlebnisse auf der Bühne? Da weiß der Lord was! (reicht den Sprechball an Lord weiter, der sich bereits enthusiastisch zu Wort melden möchte)

Lord: Ich habe ja immer so kurze und enge Sachen an und ich glaube, ich hatte mal so einen ganzen Song …ich hatte mal so einen Tanga an, und der ist verrutscht, und da sah man durch die Netzstrumpfhose meine 3 Hoden und den Sch…äh Penis (Anm.: OK, in Wirklichkeit sagte er „Penil“ oder so was in der Richtung – aber das Wort ist uns leider nicht geläufig xD) – der sehr kurz ist, aber dafür sehr sehr dünn – und dafür komme ich auch sehr früh! Ich glaube, das wurde auch fotografiert, aber ich hab die Fotos nie gesehen…also Aufruf an alle: Wer meinen Penis fotografiert hat – ich hätte dieses Foto gerne – aber persönlich!

Sensai: …weil…weil…damit du ihn selber mal siehst??!! (lacht)

Lord: …weil irgendwann hing der mal raus! (alle lachen)

Disco: Also ich hätte gerne einen Penis…

Lord: …ja, das war ein bisschen peinlich. Ansonsten erinnere ich mich mit Grauen an viele Konzerte mit Adam Bomb. Das war hochgradig peinlich manchmal. Und ich möchte den Sprechball gerne an Sensai abgeben, weil der…der zuckt schon mit der Hand.

Sensai: Ich freue mich sehr, den Sprechball zu haben! Ein grausames Erlebnis war für mich in Bedford. Und zwar…wir werden einen Song danach benennen, und zwar: „Knock out first round“. Weil ich nämlich in der 1. Runde während des 1. Songs von unserem lieben Sänger Danci ausgeknockt wurde mit einem gusseisernen Mikrophonstativ direkt in die Kniescheibe…

Dancette + Neo: (unterbrechen Sensai beide lautstark) Dazu möchte ich was sagen!!!

Sensai: Ja, dazu möchtet ihr was sagen…aber ich stand hinter Dancette, und Dancette holte in einer pathetischen Geste aus und rammte mir das Ding direkt ins Knie, woraufhin ich zu Boden fiel. So, jetzt will Neo was sagen.

Neo: Andere Englandtour, irgendwie 1 Jahr davor, 2. Show auf der Tour, 1. Lied…ich kriege den Gitarrenhals - ja genau, in Derby im „The Vic Inn“ – von Lord in die Fresse und hab…dabei wurde mir die Stirn gespalten, und es hat geblutet wie Sau (alle lachen, Sen lacht am lautesten und gehässigsten) – Ja, es ist so! Ich habe aber nicht wie Sensai weinerlich am Boden gelegen, sondern die Show einfach weitergespielt.

Sensai: Ey, ich hab ja wohl weitergespielt, du blöder Penner!

Neo: …und es wird noch auf Video veröffentlicht!

Dancette: Neo, das erinnert mich an unsere 2. Show damals in Hamburg, wo wir wieder beim Thema wären „Wie war es am Anfang“. Es war, glaube ich, in der China Lounge, und da hab ich eine total ähnliche Erfahrung gemacht - es war ein absolutes Déjà-vu, als ich dich so gesehen habe – da habe ich nämlich Sin Derellos Gitarre so beim Weghechten, beim Unterherkrabbeln direkt auch an die Stirn bekommen! Das lustige war: die Blutstropfen wurden hinterher von Fans für Konfetti gehalten! Die dachten also ich würde mit so einer Art Konfetti-Bindi rumlaufen und wussten nicht, dass das harte Blutkruste war. (alle lachen)

Lord: Ich weiß, die Antwort wird wirklich lang, aber da gab’s noch ein ganz tolles Konzert, ich glaub das das erste in Schwerin…es war der letzte Song, glaube ich, woraufhin…genau, wir hatten gerade „The Cutter“ gespielt, wo damals auch unser alter Schlagzeuger, der Wild Son auch Gitarre spielte wie heute Disco…und er hat mir die Gitarre wiedergegeben, woraufhin ich sie ihm in die Nase rammte…die Nase broch… (alle lachen laut)

Neo: Die Nase hat sich erbrochen…

Lord: …und er blutete stark…er blutete stark und ihm ward schlecht…woraufhin er nicht wiederkam backstage und ich mich dann einfach mal pro forma hinters Schlagzeug gesetzt habe, ich dachte: „Spiel ICH halt den letzten Song.“ Er kam dann aber wieder und hat einfach mit blutender Nase „Happy End“ gespielt – was eher ein „Un-Happy End“ war.

Disco: Ja…ich habe auch noch ein peinliche Erinnerung. Ich weiß gar nicht, ob ihr euch noch daran erinnert. Es war unsere 100. Show im Ballroom, und danach haben wir so ein Interview gegeben…und jeder hatte dann dieses Mikrophon in der Hand, das haben wir dann „Sprechball“ genannt, wisst ihr das noch? (alle lachen)

Sensai: Ach ja! Scheiße!

Disco: …und dann war ich dran und mir ist NICHTS eingefallen! Nichts!

Neo: Das war peinlich…

Disco: Das war echt peinlich! Ja…so…nächste Frage.

RP: Wie seid ihr auf eure Künstlernamen gekommen? Welche spezielle Bedeutung haben sie für euch und was wollt ihr der Welt damit vermitteln?

Disco: „The Pleasures“, das ist ursprünglich so ’ne…diese Kondommarke, mit der ich da bei meinem ersten Mal diese…das waren halt gerade zufällig diese…ah…ok.  (alle lachen) (Anm.: wir wundern uns, was er damit eigentlich genau sagen wollte ^^)

Lord: Unsere Namen sind aus komplett verschiedenen Sachen entstanden. Teilweise ganz dumme Zufälle, also „Lord“ war eigentlich eher ein Unfall…“Dancette“ ist, glaube ich, der Name für ein – keine Ahnung – schwedisches Karussell oder so. „Neo Patra“, keine Ahnung, ich glaube, der hat einfach…der will mit dem Namen einfach Mädels beeindrucken, und „Sensai“ sowieso…und Disco war eigentlich eher so ein Unfall, weil…

Disco: Das stand auf einem T-Shirt drauf!

L: Ja genau, wir haben T-Shirts gekauft, da stand drauf: „Here comes Disco Beat“, und damit war dann…das war so in der Phase, wo wir gerade die ersten Shows geplant haben, als noch gar nicht klar war, ob er nur ein Tourdrummer bleibt oder tatsächlich fest einsteigt, und damit war er dann „Disco“ und damit war’s um ihn geschehen.

RP: Wie sind The Pleasures überhaupt entstanden? Aus welchen Motiven habt ihr die Band gegründet und wo habt ihr euch kennen gelernt?

Dancette: Das war…also kennen gelernt hat sich so der Grundstein schon länger…Chris (= Lord) und ich haben so 2004 miteinander gesprochen und gesagt: „OK, lass uns einfach mal eine total verrückte Band gründen.“ Wir kannten uns auch aus unseren vorherigen Bands, und waren dort so ein bisschen wie die Ehefrau des Piloten so ein bisschen unterglittert und haben gedacht: „Scheiße, so kann’s nicht weitergehen, wir müssen noch mal richtig aufdrehen! Irgendwann sind wir 24 und wollen noch mal richtig Gas geben!“ und es konnte nicht so weitergehen – nun, und da waren „The Pleasures“!

RP: So, jetzt kommt die Disco-Frage…

Disco: Sprechball…(greift nach dem Sprechball)

RP: Um noch mal auf euer jüngst dazu gestoßenes Mitglied zu sprechen zu kommen – Disco…

Disco: Ja, Hallo!

RP: Seit wann verspürst du den Drang, zu glitzern? Bist du schon früher mit Glam Rock in Berührung gekommen? Wenn nicht – wie haben sie dich überzeugt mitzumachen?

Disco: Wie war noch mal die 1. Frage? (alle lachen laut)

RP: Seit wann verspürst du den Drang, zu glitzern? Bist du schon früher mit Glam Rock in Berührung gekommen? Wenn nicht – wie haben sie dich überzeugt mitzumachen?

Disco: Seit wann? Also eigentlich schon seit ich denken kann, vermute ich mal, weil…sonst wäre ich jetzt nicht in dieser Band. Also wenn ich nicht den Drang hätte zu glitzern, dann wäre das hier einfach nicht passiert. Also ich habe eine natürliche Veranlagung dazu, das steht fest.

Neo: Er schwitzt auch Glitzer!

Disco: Darum, infolge dessen habe ich mir auch dieses glitzernde Schlagzeug gekauft, lange bevor ich überhaupt in einer Rockband gespielt habe. Irgendwie hat mich die Farbe wohl angezogen, und der Kreis schließt sich dann…also der GLITZERkreis schließt sich dann bei der Ankunft bei den Pleasures, was...ja, es wirkt auf mich wie Bestimmung.

Lord: Die letzte Frage würde ICH gerne beantworten: eigentlich haben WIR ihn nicht überzeugen müssen, sondern eigentlich hat er eher uns überzeugt, weil wir hatten ja diesen ominösen, unaussprechlichen Schlagzeuger zuvor, mit den wenigen Haaren auf dem Kopf, der uns Hals über Kopf verlassen hatte, von einem Tag auf den anderen. Wir haben also nach einem neuen Schlagzeuger gesucht, und wir haben alle Kontakte, die wir so hatten, aktiviert, und ich habe einen Kumpel von mir angesprochen, den ich eigentlich auch eher beiläufig kenne, und der meinte: „Ich glaube, ich kennen da jemanden.“. Und bevor ich überhaupt mit Disco in Kontakt treten konnte, hat er recherchiert, wo ich mich gerade zu welchem Tageszeitpunkt aufhalte und stand auf einmal vor mir und sagte: „Ja, hier bin ich, wie sieht’s denn aus? Ich würde, glaube ich, ganz gerne mit euch auf England-Tour gehen!“ Und das hat mich und uns alle, als ich das denen erzählt habe, so hochgradig beeindruckt, diese Motivation, einfach selber zu sagen: „So…wir telefonieren gar nicht erst, sondern ich komme einfach sofort vorbei und stelle mich vor.“ Und als er dann auch noch gut Schlagzeug gespielt hat und…

Neo: …gut aussah!

Lord: …und nachdem er geschminkt war tatsächlich gar nicht so scheiße aussah – damit war das dann…mir fehlt das vernünftige Abschlusswort…

Disco: Das Abschlusswort könnte so lauten: Ich habe nicht Glitter gewählt – Glitter hat MICH gewählt!

Alle: Uuuuiii…!  (Lord applaudiert)

RP: Gerüchten zufolge arbeitet ihr gerade an einem neuen Album – wann dürfen wir mit der Veröffentlichung rechnen?

Neo: WAAAAS??? 

Dancette: Aha… 

Lord: Also wir wollen, wenn alles gut geht, ganz bald was veröffentlichen. Die entsprechende Dame der Plattenfirma sitzt auch gerade hier hinter uns(zeigt auf die betreffende Dame, die während des Interviews dazukam). Ich kann da jetzt keine Details drüber sagen…wir werden demnächst was veröffentlichen, was nicht so ganz neu ist, mit so ein paar neuen Inhalten und arbeiten aber wie gesagt ab morgen auf Sylt an dem neuen Album und fangen an mit den Demos. Und man kann in den nächsten Monaten mit einer Veröffentlichung rechnen, was noch kein wirklich neues Album sein wird, und ich denke mal, das neue Album…ich prognostiziere mal…sagen wir mal…ein knappes Jahr im Idealfall.

RP: Ihr habt mal in einem Radiointerview erwähnt, dass ihr eine Tour mit Big Boy plant – wie war doch gleich die Wortwahl: „Die wird definitiv stattfinden!“ oder so…Wie sieht es damit aus?

Lord: Ich glaube, da hat Kollege Big Boy einfach, wie er sich jetzt entschieden hat für seinen Lebensweg, nach Amerika auszuwandern, selbsttätig...ein wenig diese Pläne nach hinten verschoben. Es sei denn, er wird jetzt ganz bald wieder nach Deutschland einreisen.

Neo: Oder wir touren mit ihm in Amerika…

Dancette: Wollte ich gerade sagen…möchte ich fast revidieren, mein lieber Lord, denn seitdem es die Pleasures gibt, gibt es Gerüchte über eine Asien-Tour, und auch eine Tour durch Amerika. Und die war sogar schon Anfang letzten Jahres geplant und auch schon gebucht, und aus ominösen Gründen konnte sie leider nicht stattfinden. Und naja, Biggi ist jetzt einfach schon mal vorweg, macht da so ein bisschen die Lage klar, hat uns schon Zimmer reserviert, und…

Neo: Wir ziehen auch bald aus!

Lord: Oh Gott…nee!

Dancette: …und wir sehen uns dann bald drüben.

Sensai: Auf nach Amerika, genau.

Dancette: Genau…bleib mal lieber bei Mutti!

RP: Kann man euer „Bühnen-Ich“ als das Ausleben eurer „anderen“, bunten Seite bezeichnen oder lebt ihr den Glam Rock auch im Alltag aus?

Lord: Jeder so wie er will, ’ne…

Dancette: Richtig, ja…jeder so wie er will. Also wenn du die Einzelnen fragen würdest, würde es viele geben, die sagen „Ja!“, viele auch „Gar nicht!“. Aber es ist ein, ich sag mal wichtiger Teil, der vielleicht nicht in jeder Lebenssituation äußerlich getragen werden kann, aber im Herzen IMMER in uns ist.

Neo: Es ist auf jeden Fall keine Verkleidung, was wir auf der Bühne machen! Also wir würden es halt nicht tun, wenn wir es nicht auch so meinen würden!

 

(An dieser Stelle haben wir das Interview unterbrochen, da die Jungs noch andere Termine hatten. Aber bei der nächsten Gelegenheit folgt dann der 2. „lustige“ Teil, der noch aussteht – geht es noch lustiger? Wir dürfen gespannt sein!)

 

Vielen Dank noch mal an euch, liebe Pleasures, dass ihr euch trotz des stressigen Abends ein wenig Zeit für uns genommen habt! Es war mal wieder unbeschreiblich lustig mit euch! Und ganz großes Kino war auch die Namensgebung für das Aufnahmegerät…der Name „Sprechball“ wird wohl zukünftig haften bleiben. Und natürlich auch ein ganz großes Dankeschön für diese tolle Show! Besser konnte so ein wichtiges und großes Jubiläum gar nicht gefeiert werden!

AUF DIE NÄCHSTEN 100 KONZERTE!

 

Rock Pleasure bedankt sich ebenfalls bei Kriss, die wieder ganz selbstlos aus „plötzlichen Personalmangel“ eingesprungen ist und uns bei allem tatkräftig zur Seite stand – Kriss, wie wäre ich ohne dich nur mit allen 5 auf einmal fertig geworden? :-D

 

 

Sabbi & der Sprechball

Rock Pleasure

http://www.facebook.com/thepleasures

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Interview with Troy Yocum, Guiness World Record

RP: We would like to introduce you to Troy Yocum, Troy is an 29 year old US Soldier, based at Kuwait at the moment and is trying to break the guinness world record for the longest drum marathon. He has to play for more then 120 hours in a row with a 5 minutes break each hour, which can 

be accumulated......

Hello Troy, thanks for taking the time and answer our questions… I think most of our readers don’t know you… so please introduce yourself to them… tell us something about you!

Troy Yocum: Well I like to think that I am a person who strives to accomplish difficult goals. I love to play music and find that I get depressed when I can not listen to any. Besides drumming I love the outdoors. I
mostly hike and play basketball to stay fit. I have been in the military now
for 8 years and will end my service in Sept. After that I plan on recording
some albums with a few groups and traveling to Europe.....

RP: How did u get the idea of trying to break the guinness world record?

Troy Yocum: I had played shows to raise funds for charity in the past. Ali Omar, who was the event coordinator for Kentucky cancer research foundation asked if I could do a big event for them. I discovered the record years ago and instantly thought of it and how cool it would be to break a Guinness Record.

RP: do you have people which will help you and what will they do?

Troy Yocum: I have put together a team of soldiers with the help of my Commanding officer. 12 guys will rotate in 6 hour shifts, watching and supporting me. Per Guinness rules they also have to witness and verify that I have truthfully completed the record properly by logging my
playing time and video taping the event. This is all part of the evidence that has to be submitted after completion.

RP: If you break the record.. what is going to happen after?

Troy Yocum: Ha! Well lets hope I get to sleep for about 3 days.

RP: lets start the story earlier in your life… when did u start playing the drums and how did you get to play the drums?

Troy Yocum: I wanted to play when I was really young.
I never spoke about it to my family. I can remember my Mom catching me banging on pots in the basement and getting into trouble. My Dad was in a rock band called Legacy. I watched the drummer often when I got to go to shows. After that I knew the drums where the instrument I wanted to play! I took lessons from Mom's Music in Louisville, KY. There I learned that making music was harder than it looks. Years have gone by now and I feel confident that I made the right choice by picking the drums. They are so much fun to play!
....

RP: did you play in any bands yet?

Troy Yocum: I have played for several groups through the years:  Two Headed Giant A.K.A. Unibomb (disco/dance), Nmesh electro/trance), Daniel Brown (rock opera), Manifesto (hiphop/rap), The North (emo/rock), Bloomstreet (funk/jam band), Trench

(punk/groove rock), Patrick Bratton (r&b/neo-soul), and Wax Melodic (funk/r&b).

RP: do you play in a band at the moment? And if not do you want to play? What kind of music do you prefer?

Troy Yocum: I don't currently play with anyone. I look forward to getting finished with this deployment and returning home to find a group. I prefer rock but play a blend of blues, reggae, hard rock, and dance.

RP: what was you funniest experience by playing the drums?

Troy Yocum: Ha! I have blanked on stage a few times. Sometimes my mind wonders and I forget where I am in a song. It hasn't happened in some time, but I am sure it will happen again.

RP: what's your favourite place to live?

Troy Yocum: That has to be Louisville, Ky. Its Derby time at home right now so there is lots to do. Boat, and balloon racing, fire work shows, and of-course horse races!

RP: and finally, do u want to tell the people in this world something? Doyou want to send some kind words to our readers?

Troy Yocum: Strive to do something amazing and amazing things will happen for you. I would have never thought that my drumming record attempt would be something that thousands of people would be interested in. A lot of hard work has paid off! Thanks!!!

RP: Thank you again for answering our questions… We and all the Readers of Rock Pleasure wish you the best of luck for your attempt! We hope to get the chance to take another interview with you after your attempt so that we can hear about your experiences! 
Maree and Sabbi....

Rock-Pleasure

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Interview with the Hellcity Punks (08.04.2009)

On April 8th in 2009 four guys from Finland visited Hamburg for a gig at the HeadCrash: the Hellcity Punks were in town! And of course we took the chance to meet and interview them. If you want to know what Batman & Don Johnson have to do with Finnish musicians – please continue reading what Janze (singer), Hooligan (guitar), Johnny (bass) and Dennis (drums) told us ;-)

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Rock Pleasure: You already have a respectable community of fans, but there are still some people who don’t know you yet, so it would be a nice beginning for our interview if you would introduce yourself with a few words...
Janze: About the band and the music?

RP: Yes…or tell some words about yourself, about your personality…or you can tell
something about him (pointing at the other guys) and you about him…and so on. If you like and if it’s easier for you.(all are laughing)
Janze: (to Dennis) I will tell about you.

Dennis: About me?

Janze: I think Dennis is in a positive mood pretty always…

Dennis: Almost all over…

Janze: A great drummer.

Dennis: Cheers! Janze…he is probably the best singer at all and I’m very glad that he is in
THIS band (laughing) and in no other band. And I also think he is a very interesting person.

Johnny: Hooligan is really sharp, and that’s what I can say (all are laughing) – and a great guitar player!

Hooligan: Johnny is probably the craziest person I’ve ever met, that’s all I can say…and a good bass player, too.

RP: The Finnish music scene is a really active and huge one, so there is no doubt that there is a lot of inspiration for every musician in your country – but from where have you got your own special inspiration?
Hooligan: From the 80s and…from the 80s… (all are laughing)

Dennis: …and the 80s…oh yeah, basically. And also one inspiration has been my father because he was a drummer, too. That’s how it kinda started.

RP: Did you have the ONE SPECIAL moment in your life, where you have said: “NOW I will become a musician and I will give my life absolutely over to music!”?

Johnny: Yesterday.(all are laughing)

Dennis: Good answer.

Hooligan: I was thinking of how to be tougher, I used to be quiet.

Janze: I remember a day…I used to play Ice Hockey when I was younger and then I turned the Ice Hockey stick into microphone…and playing music became more interesting for me than skating.

RP: Is it the first time for you being here in Germany and Austria respectively? How is the feeling standing here on stage?

Dennis: Quite the same…

Janze: Of course we have a pretty…you know…chemistry…excited…

Dennis: …extra excited!

Janze: Of course.

Dennis: It’s a little bit different, but the stage and the playing is much the same, but of course it’s different…more excited.

RP: In August 2008 you have released your EP “Result in Disaster” – how about a replacement? Do you have any concrete plans for a new album?

Hooligan: Yes we have, but we don’t know yet if the next is gonna be a single or a full length piece or if there’s gonna be one single and another single…

Dennis: We will release and do new songs, but when and how many – we don’t know it yet.

RP: Which of your songs means the most to you and why?

Hooligan: Of our songs?

RP: Yes.

Dennis: (laughing) Hard question…

Janze: I guess my favourite is “Girl who played with fire” because of the story behind the lyrics…I can’t explain it better, but it’s my special one.

Dennis: Hmmm…I would say “My show”, it’s just a song I like to play live(sighing) I don’t know, something about that song. It’s fun to play, it’s fun to listen to it and that’s the song I don’t get bored of.

Johnny: “White trash…” or “God bless the drug”.

Hooligan: “Girl who played with fire” is my favourite, too. But also “White trash gone wild”. It is really funny, when I worked in years for that I wasn’t thinking it’s gonna be that good song and…well it is just a simple, fast song, but it has turned into a great song, it’s fun to play it live. We often end our gigs with that song.

RP: On YouTube we can watch your awesome clip to your single “Destination O.D.” – when will you shoot the next video clip?

Hooligan: Yes we have actually a new video, we’ll be…well I can’t promise actually, but…(all are laughing) it’s on…

Dennis: …it’s on its way! (laughing)

Hooligan: It’s possible that it’s gonna be out in summer.

Dennis: Maybe.

RP: Have you got any time yet to venture something in Hamburg? Have you seen some parts of the city yet? Maybe a little bit sight-seeing or shopping?

Hooligan: Yeah I did…I saw the street here, the club and I saw the backstage(laughing)....

RP: That’s quite a lot…

Dennis: No, we just arrived.

RP: What is typical German for you? What do you associate with Germany?

Dennis: In Germany there is good food and good beer. (all are laughing)

RP: OK…

Dennis: At least so far.

RP: If you look back on your life as a musician – what wouldn’t you want to do or experience again?

Dennis: Wouldn’t?

RP: Yes.

Dennis: Hmmm…

Hooligan: I wouldn’t hit my fist on the wall, because it’s pretty hard to play guitar with a broken knuckle. (all are laughing)

Dennis: I wouldn’t change anything…it’s all pretty good.

RP: OK, good answer…

RP: Is there anything what you always wanted to do but you have never done in your life?

Johnny: Win the lottery… (loud laughter) No.

Dennis: I don’t know…play for a really huge…like outdoor stadium big…mass of people who sing along to our songs. That’s the thing. That’s what I’m struggling for. Maybe someday?!

Janze: I’ve never been to L.A., but the other guys have. That’s something I would do in the near future.

Johnny: I hope we will play there. Maybe.

RP: Who were the heroes of your childhood? Do you have any special ones?

Janze: Batman.

Hooligan: Rocky Balboa.

Johnny: Arnold Schwarzenegger.

RP: Oh no…! (Dennis is laughing out loud)

Hooligan: Don Johnson.

Dennis: Don Johnson of course, yeah!

Hooligan: Michael Knight.

Janze: Basically for me Tommy Lee and Gene Simmons.

RP: What could make you really angry?

(silence for a long time – this must be a very nice band!)

Dennis: Like he said (pointing at Janze): I’m always in a good mood, so it’s hard for me to be angry. (laughing out loud)

RP: So you are all nice people…

Janze: Stupid people make me angry, you know, silly people…jerks…

RP: What would you do if you have the chance to be a woman for just 1 day?

Hooligan: Standing in front of a mirror. (all are laughing)

Dennis: That’s what you would do, of course.

Johnny: I would try to put something really big in my first hole.(loud laughter)

RP: (laughing) That’s interesting.

Dennis: Good answer…

RP: HOW big?
(Johnny is showing a respectable distance with his both hands)

RP: OK…

Hooligan: We’re sober, by the way…

Dennis: Yeah.

RP: Really??? We can repeat the interview when you are not sober anymore! (all are laughing)

RP: Which character of a movie is the one you can mostly compare yourself with?

Janze: Batman again.

RP: (pointing at Johnny because of his awesome, porn star-like sunglasses) Don Johnson?(loud laughter)

Dennis: (sighing) I don’t know…I have no idea…I’m not watching lot of movies.

RP: How would you describe yourself to a blind person?

Janze: The most beautiful man who ever walked on earth.

Dennis: Of course!

Hooligan: I will give a good impression of me of course.

Dennis: Eh…very hard question…ehm…

Hooligan: If the blind person was a “she” then I let her touch me, maybe with this she can feel me out.

RP: That’s a good idea.

RP: Which song shall be played on your funeral?

Hooligan: Mötley Crüe’s “Home sweet home”.

Dennis: Maybe “November rain”…..by Guns ‘n Roses. But I bet you know that.

RP: Yeah. (to Johnny) No plans?

Johnny: “My Michelle”

Janze: I don’t know.

Hooligan: (to Dennis) What about “Born to be alive”? For you.

Janze: What?

Hooligan: Patrick Hernandez, “Born to be alive”!

Janze: (laughing) “Born to be alive”? OK, that’s it.

RP: And that’s it, too…we’re finish.

All: Well, thank you!

RP(laughing) Thank you, too!

(At the end Hooligan is starting a small sales talk…)
Hooligan: Do you have our CD?
RP: Your CD? No…
Hooligan: You have to buy it!(loud laughter)
RP: Good to know.

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After the interview we have seen the great gig of the guys – when you have the chance to see them live on stage in the future…don’t miss it! 
And last but not least I would like to thank the Hellcity Punks again for this really funny and nice interview! I hope we will see you soon again here in Germany – I would prefer Hamburg, of course ;-)
And I’d like to say also thank you to Kriss who has helped me with this interview and all the stuff!

Sabbi
Rock Pleasure

If you wanna know more about the Hellcity Punks, please check this out:
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Interview mit Thomas Godoj, 18.02.2009, Hamburg

Wir freuen uns, euch unser 2. Interview mit Thomas Godoj präsentieren zu können, das am 18.02.2009 in Hamburg im Docks stattgefunden hat – diesmal ist es zwar etwas kürzer ausgefallen, da wir nur 15 min Zeit mit ihm hatten, weil er anschließend einen Termin mit RTL und Meet & Greet-Gewinnern hatte, aber wir hoffen, dass es euch trotzdem Spaß macht, es zu lesen.
Rock Pleasure hat keine Mühe gescheut, den Weg zu Thomas für euch zu finden – und dieser Weg sollte kein leichter sein, dieser Weg war steinig und schwer ;-) Wir hatten nämlich von dem Tourmanager Frank die Anweisung zur Backstage-Tür des Docks zu kommen…diese war durch eine angrenzende Pizzeria perfekt getarnt…aber nach mehrmaligem erfolglosen Daran-Vorbei-Rennen waren wir von Rock Pleasure letztendlich doch noch in der Lage, das Schild mit der Aufschrift „Backstage“ zu entdecken…Lesen kann manchmal hilfreich sein ;-)
Der Tourmanager Frank hat uns auch diesmal wieder nett empfangen und uns mit einigen Geschichten aus seinem Leben (über seine „schwere Kindheit“, seinen beruflichen Werdegang etc.) die Wartezeit verkürzt, da „das Thomas“ (Zitat Frank) kurz vorher noch etwas Anderes zu erledigen hatte. Wir steigen also direkt am Ende dieser Unterhaltung mit unserem Interview ein:
 

Frank: ...naja, ich bin ja jetzt schon 53…
(die Tür öffnete sich und Thomas kam herein)

Thomas: Was bist du??? 53??? (alles lacht)

Frank: Ja…so, dann würde ich sagen, wir haben jetzt die ersten 7 min des Interviews rumgebracht…(lacht)…OK, viel Spaß und bis gleich! (er verlässt den Raum)

Rock Pleasure: So, da sind wir wieder. Wir haben heute mal etwas Anderes vorbereitet…

Thomas: Was Anderes?

RP: Ja.

Thomas: Ihr seid…online..?

RP: Ja genau…du hast uns sogar das letzte Mal auf der Bühne erwähnt…wir waren die mit den Tieren und so…weißt du? Das war die Frage: „Mit welchem Tier würdest du dich vergleichen und warum?“

Thomas: Und was hab ich gesagt? ..N Hund,..ne?

RP: Ja, ein Hund…

Thomas: Ich erinnere mich…stimmt.

RP: Fangen wir gleich an, wir haben ja keine Zeit, wir müssen ein bisschen Gas geben. Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Kindes…schön, dass alles so gut geklappt hat…

Thomas: Danke…

RP: Hast du dich schon gut an deine Rolle als Papa gewöhnt? Wie lebt es sich so mit einem kleinen Schreihals im Miniformat?

Thomas: Ja ich hab mich schon sehr gut daran gewöhnt, ja…einmalig einfach so. Ich mein’,  ich bin zum ersten Mal richtig Papa geworden, also ich war ja dabei und
hab auch die Nabelschnur durchtrennt und war auch bei den Presswehen dabei, ja…das war schon was ganz Tolles! Ich bin ja der Ziehpapa halt auch für den Jonas, der ist ja jetzt mittlerweile 13 und kommt jetzt so langsam in die ganz schwierige Phase, aber er ist eigentlich ein ganz entspannter Junge. Nein ich hab mich sehr gut…äh wir haben uns alle ganz gut darauf eingestellt.

RP: Lässt sich das Papa-Leben gut mit dem Tour- bzw. Musiker-Leben verbinden?

Thomas: Wir kriegen das sehr gut hin, ich mein’ Jenny weiß ja bzw. jeder weiß ja aus meiner Familie, was ich halt jetzt zu tun hab und dass es halt ein bisschen schwierig ist, war uns von vorneherein klar, aber wir werden das alles schon gebacken kriegen. Ich mein’ es gibt ja auch Väter, die im Außendienst arbeiten und es auch irgendwie gebacken kriegen, und von daher….mach ich mir da keine Sorgen. Es ist ja auch immer eine Sache der Toleranz und Einverständnis der Partnerin und…ja…manche kommen darauf klar, manche nicht. Und meine Freundin gehört zu denen, die sehr gut damit klar kommen.

RP: Das ist doch schön…ja dann kommen wir mal zu dem musikalischen Teil: Wie war der erste Teil der Tour? Gab es irgendwelche besonderen Vorkommnisse?

Thomas: Also…ich kann nur davon positiv sprechen, dass jeder Gig, den wir bisher gemacht haben, auch im Dezember, einfach…ähm…für uns persönlich einzigartig war. Und jeder einzelne im Endeffekt und…(er überlegt kurz) es gibt…ja, jeder Abend ist immer anders irgendwie, und das macht’s ja auch aus. Also wir spielen ja nichts irgendwie vom Band oder dass ich irgendwelche Texte auswendig lerne oder so, das was ich gerade so in irgendwelchen Pausen erzähle, das mache ich immer spontan, immer was für ..ne Energie vom Publikum kommt. Oder manchmal reize ich auch das Publikum…wenn auch manchmal so Balkone sind in manchen Clubs, so wie gestern im Capitol in Hannover, dann sag ich: „Ey, was ist los mit euch da auf den billigen Plätzen?“ (lacht laut) Und dann erst mal alle: „Uuuuhhh…!!!“ (alle lachen) – das nehme ich ja auch mit, diese negative Energie (lacht immer noch). Ja, ich mache immer so, dass die Leute das auch irgendwie hoffentlich nicht ganz persönlich nehmen und ähm…(lacht wieder laut)

RP: Wir werden’s nochmal betonen…

Thomas: Ja man muss auch mal das Publikum reizen! Ich mein’, die müssen ja auch auf ihre Moneten mal kommen, ..ne? (lacht laut)

RP: Du bist ja nicht – wie du auch immer betonst – allein in der Band…aber man weiß sehr wenig über deine Bandkollegen. Erzähl doch mal ein bisschen etwas über sie!

Thomas: Ja, fangen wir vielleicht mit dem Torsten an…Torsten Bugiel, das ist unser Schlagzeuger, den kenne ich schon etwas länger, schon damals so seit WINK-Zeiten, das war meine letzte Band vor der Castingshow im Endeffekt. 
Sebastian, unser Gitarrist, der mit dem Bart…und normalerweise trägt er ..ne Brille, aber auf der Bühne Kontaktlinsen…ähm ja, den kenne ich auch seit WINK-Zeiten. Eigentlich schon von ganz früher, weil er kommt auch aus der Umgebung, wo ich auch herkomme, aus Recklinghausen, Umkreis Recklinghausen. 
Ähm….dann gehen wir weiter mit dem Bonny. Bonny Assan, das ist unser Bassist, den kenne ich eigentlich…der hat früher mit Achim Petry – das ist der Sohn von Wolfgang – Musik gemacht…kommt aus Köln, aus der Kölner Musikszene, macht auch schon also…ich weiß nicht, wie alt ihr den schätzt, der ist z.B. heute 39 geworden und der sieht überhaupt nicht so aus. Also der hat irgendwie…weiß ich nicht, was der da trinkt oder so…in ..nen Jungbrunnen gefallen…oder der Typ, der
bei...äh…“Der seltsame…“ – wie nennt sich das nochmal hier mit Benjamin Button (er lacht laut – wir vermuten, er meint den Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“)? So’n Benjamin Button ist das, ..ne? Wenn der älter wird, sieht der immer jünger aus, hab ich so das Gefühl! Ein sehr guter Songwriter auch, mit dem wir natürlich jetzt auch weiterhin Songs schreiben werden. Und den kenne ich eigentlich…damals als wir mit „Cure of Souls“ – mit meiner ersten Band waren wir ja bei diesem Newcomer-Festival „Emergenza“, was ich nicht so empfehlen kann. Also man muss Geld bezahlen, wenn man da irgendwie auftreten möchte – gut das war dann halt eine Erfahrung…..ne Erfahrung wert war’s…und da hab ich ihn halt zum ersten Mal mit seiner damaligen Band gesehen, die…ich weiß nicht, also wir haben da irgendwie gekämpft, ja und sind dann auf Platz 2 gekommen. Und dann kamen die irgendwie aus Köln…als Gastmusiker, ja und die sind in Köln in den Runden total weggefallen, weil die keine Fans hatten, so musst du dir das vorstellen, ist total albern…weil die kamen dann als Gastmusiker und haben uns total weggeballert. Ich so: „Boah, was ist das denn?“ So: „Ey, das war alles Schrott, was wir gemacht haben!“ Das war…DAS war Musik, hab ich gedacht, ..ne? Und da wollte ich auch unbedingt hin und…ähm…das war so ein Ziel. Dann gab’s da noch „Monstertrip“, das war mehr so Nu Metal, und die Jungs haben mich so inspiriert irgendwie, und das war wirklich so professionell alles…und sind auch nicht weitergekommen, ..ne. Das hab ich halt alles irgendwie…da ging die Lampe an, ..ne? Ab dem Zeitpunkt im Endeffekt, sodass ich gedacht hab: Ja die ganzen Newcomer-Festivals, die kannst du…alle, wo du Geld bezahlen musst und wo du irgendwie Tausende von Fanbussen mitbringen musst, damit du da überhaupt weiterkommst – das kann’s nicht sein. Da wird nicht irgendwie nach Qualität bewertet, sondern wer die meisten Leute mitbringt. Ich mein’: Hallo??!! Wo sind wir denn?! Auf jeden Fall war mein Gedanke immer so: „Boah, wenn ich irgendwann mal an die herankommen kann oder irgendwie an Bonny herankommen kann…“ Und letztendlich war es halt so, dass er damals bei DSDS bei der Show, wo Mariah Carey aufgetreten ist, den Bass gespielt hat, als Gastmusiker im Endeffekt, ein gemieteter Musiker. Und ich so: „Was machst du denn hier, Alter?“ Und er so (verstellt seine Stimme): „Ja öh…ja das mache ich so nebenberuflich.“ Wir haben halt Nummern ausgetauscht, und so ist das halt gekommen, dass ich…ja gesagt habe: „Wenn das was werden sollte, dann ruf ich dich an, Alter!“(alles lacht)
Ja und dann ist das auch so gekommen, und er hat dann halt den René noch mit
reingebracht, den anderen Gitarristen. Der hat immer diese Brille, diese Spacebrille auf seiner…auf der Bühne. Und der hat damals mit dem René auch Musik gemacht, damals mit der Band BONK!...schon so ein bisschen härtere Fraktion, ..n bisschen Metal mit peppigen Gesang und Melodien…ähm ja, dann kam er halt zur Probe mit dem, und das hat sofort gefunkt irgendwie. Und es hat gepasst.
Und der Torsten hat noch irgendwie so Nebenjobs gehabt als Schlagzeuger, der macht ja nicht nur Studioproduktionen, sondern auch…spielt halt auch in…hat in
verschiedenen Coverbands gespielt, mit denen er sich halt seinen Lebensunterhalt quasi finanziert hat. Und er hat den Daniel mit reingebracht aus so ..ner Covergeschichte. Der kam halt mit seinen Tasten und war sofort irgendwie online, ja (er lacht). Das hat alles so gut funktioniert, da haben wir gesagt: „So, das isses jetzt.“ So viel dazu.
Wir haben ja noch den Tom Fronza, den Didgeridoo-Player…Spieler. Den kenne ich halt…das ist auch so ein Projekt gewesen, wo der Torsten auch mit involviert war, der ist ja weltweit mit dem unterwegs gewesen. So Drum’n’ Didg-Geschichten, also
quasi Drum’n’ Bass haben die gespielt, aber…ja mit einem Didgeridoo und Torsten mit seinem kleinen, schnuckeligen Schlagzeug, wie man das vielleicht aus der Dezember-Tour kennt von der Acoustic-Session, die wir da auch auf der Bühne aufbauen. Ja das hat sich auch so ergeben, also ich kann ihn gar nicht mehr Gastmusiker nennen, weil das ist schon fast eine Beleidigung, der ist einfach…ja ein Bandmitglied auch geworden. Ich stehe auf das Didgeridoo-Spielen und auf diesen Sound, auf diese Atmosphäre, die dabei entsteht. Und das ist, denk ich auch, bei den Zuschauern letztens auch ganz gut angekommen, und das wollen wir auch so weiterführen. Ja, so viel kann ich dazu sagen.
Natürlich darf man die Crew auch nicht vergessen, die ja wirklich eine total Super-Arbeit abliefern. Und das sind auch ganz wichtige Leute, die man einfach auch braucht, um diesen Sound zu erstellen. Die Leute, die halt für die Zuschauer den Sound schrauben und alles aufbauen, dass auch alles passt…ist alles abgestimmt so wie bei den Proben vorher. Und ihr müsst euch vorstellen, die klotzen da schon seit 8, 9 Uhr morgens, ..ne…und gehen auch als letztes. Also ich habe da Respekt vor. Und das sind ganz ganz wichtige Leute.

RP: Klar, ohne die geht das nicht…

Thomas: Das ist wahr.

RP: So, wir machen jetzt ein bisschen anders weiter. Wir haben hier noch ein paar Fragen drin (hält Thomas einen kleinen Stoffbeutel mit Fragekärtchen hin, die er ziehen soll)…wir dachten uns, du kannst also selber entscheiden, welche Fragen du noch gestellt bekommst – aber nicht vorher angucken!
 

Thomas: Ich soll einfach mal reingreifen?

RP: Ja, einfach mal greifen…und eine herausziehen…(er zieht eine Karte und gibt sie an RP) „Wem möchtest du nie begegnen und warum?“ 

(Die Tür geht auf und jemand kommt herein – wir vermuten jetzt einfach mal, er gehört zur Crew und nennen ihn „Crew-Mann“)

RP: (zeigt auf den Crew-Mann) Ihm?

Thomas: (lacht laut) Ihm – genau!

Crew-Mann: (guckt leicht irritiert) Kurze Frage: Meet & Greet draußen – wann kannst du das machen?

Thomas: Ja, wir sind, denk ich mal, gleich durch…so 5 min noch.

Crew-Mann: OK, super, kommst du dann einfach hoch?

Thomas: (lacht und hält ihm das Aufnahmegerät entgegen) Ja.

Crew-Mann: Was issn das???

Thomas: Ein Aufnahmegerät…

Crew-Mann: Oh scheiße ey…Das hättet ihr ja mal gleich sagen können! (er verschwindet mit knallender Tür wieder aus dem Raum – Thomas lacht laut)

Thomas: Ja äh…was war die Frage? Wem möchte ich nicht begegnen?

RP: Ja, und warum…

Thomas: Ich würde sagen: Osama Bin Laden und George W. Bush…

RP: Gute Antwort.

Thomas: …das würde schlecht ausgehen für die beiden!

(zieht eine neue Karte)

RP:Welches Lied soll auf deiner Beerdigung gespielt werden?“

Thomas: (überlegt lachend) Auf meiner Beerdigung…hmmmm…die Version von „Let it be“…MEINE Version! (lacht laut)…bin ich ganz stolz drauf. Wenn ich das machen darf. (lacht weiter)

RP: (hält Thomas den Fragen-Beutel hin) Mach, mach…“Welches ist dein Lieblingsfilmzitat?“

Thomas: Filmzitat? (mit tiefer Stimme) „Hasta la vista, Baby!“ (lacht) Ich weiß, das ist so billig, ey…

(zieht noch eine Karte)

RP: „Was darf nie in deinem Kulturbeutel fehlen?“

Thomas: Zahnbürste.

RP: Gut. Ja.

Thomas: Ganz wichtig.

(zieht die nächste Karte)

RP:Bist du schon mal von einem Mädchen verhauen worden?“

Thomas: (ohne zu zögern) Ja. (alle lachen)

RP: Möchtest du was dazu sagen?

Thomas: ..Ne Spaß-Kloppe in der Schule damals. Mit meiner besten Freundin. 

RP: Alles klar…

Thomas: Noch eine?

RP: Ja! Sind ja genug drin…“Warst du mal in der Tanzschule?“

Thomas: Nein. Gar nicht. (schüttelt energisch den Kopf) Da hab ich 2 linke Füße für.

(er zieht eine neue Karte – beim Lesen fangen RP an zu lachen)

RP: Das musst du selber vorlesen…

Thomas: „Schon mal ..ne blödere Interviewfrage gestellt bekommen?“ – Genau diese! (alle lachen)

RP: Das war doch ein schöner Abschluss…

Thomas: Eine noch…einer geht noch! Ihr habt euch schon so viel Mühe gegeben mit den Karten…

(zieht also eine letzte Karte)

RP: „Stell dir vor, du wärst kein Musiker geworden – Mit wem würdest du den Job tauschen wollen?“

Thomas: *Pffffff* (überlegt angestrengt) Wenn ich kein Musiker wäre…boah…den Job als Hund…(alle lachen)

RP: DAS ist ein schöner Abschluss…wohl wahr.

Thomas: Joa.

RP: Ja, dat war’s.

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Ja…und obwohl wir schon das 2. Mal dort waren, war auch der Weg aus dem Backstage-Bereich heraus steinig und schwer…was haben wir dazu gelernt? Links ist nicht geradeaus. Und wenn man die falsche Tür nimmt, steht man plötzlich mitten auf der Bühne. Wir hätten dem Interview auch folgenden Titel geben können: „Rock Pleasure – Von backstage zu onstage.“ Sehr unangenehm.
Tja, DIESER Weg war eindeutig falsch. Aber wir haben letztendlich dann doch noch in den Zuschauerraum des Docks gefunden und durften somit ein wunderbares, vielseitiges Konzert genießen. Thomas & seine Band haben uns und allen anderen im Publikum einen unvergesslichen Konzertabend beschert, die Stimmung und natürlich auch die Show waren einfach unglaublich gut!

An dieser Stelle möchten wir Thomas noch zu seinem Echo-Gewinn in der Kategorie “Bester Newcomer national“ gratulieren – er hat diesen Preis wirklich verdient!

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Maree & Sabbi
Rock Pleasure

http://www.facebook.com/ThomasGodoj

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